Repository | Book | Chapter

218254

(2012) Institutionelle Erneuerungsfähigkeit der Forschung, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.

Das organisationale Vergessen der Forschung

Oliver Dimbath

pp. 39-64

Das ‚Abschneiden alter Zöpfe" ist eine Redewendung, die für eine Abkehr von überkommenen Traditionen und damit für Modernisierung steht. Für die moderne Wissenschaft scheint eine Selbstanwendung unter dem Stichwort der institutionellen Erneuerung besonders naheliegend zu sein: Mithilfe wissenschaftlicher Erkenntnis, durch eine Wissenschaftswissenschaft, sollte sich die Leistungsfähigkeit der Wissensproduktion weiter optimieren lassen. Jeder Wandel ist mit der Ablösung und Auflösung überkommener Strukturen verbunden. Sowohl die Umorientierung innerhalb der wissenschaftlichen Wissensproduktion als auch die organisationalen Reformen des Forschungsbetriebs werden von Vergessensprozessen flankiert. Je flexibler und reformfreudiger ein sozialer Zusammenhang ist, desto größer sollte seine Bereitschaft und Fähigkeit sein, das Alte zu vergessen. Ziel des vorliegenden Beitrages ist es, diese Momente des Vergessens durch eine fortschreitende Organisierung des Wissenschaftssystems zu analysieren.

Publication details

DOI: 10.1007/978-3-531-94274-2_3

Full citation:

Dimbath, O. (2012)., Das organisationale Vergessen der Forschung, in T. Heinze & G. Krücken (Hrsg.), Institutionelle Erneuerungsfähigkeit der Forschung, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, pp. 39-64.

This document is unfortunately not available for download at the moment.